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| Abuzar Al Amin
Abuzar Al Amin ist der stellvertretende Chefredakteur der Zeitung Rai Al Shaab, einer Tageszeitung, die der Oppositionspartei Popular Congress Party nahe steht. Am 15. Mai 2010 wurde er vom Nationalen Sicherheitsdienst (NISS) festgenommen. Abuzar Al Amin und einige seiner Kollegen wurden aufgrund von in der Rai Al Shaab erschienenen Artikel verhaftet. Diese beinhalteten u. a. eine Analyse der Ergebnisse der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen vom April 2010 und einen Bericht, der andeutete, dass eine iranische Waffenfabrik im Sudan gebaut wurde. Einen Tag nach der Verhaftung von Abuzar Al Amin überfielen Beamten des NISS das Büro der Rai Al Shaab und schlossen es. Bis jetzt ist die Zeitung nicht mehr erschienen. Nach seiner Verhaftung kam Abuzar Al Amin in Isolationshaft, wo er Berichten zufolge gefoltert und misshandelt wurde. Am 14. Juli wurde er zu fünf Jahren Haft verurteilt, weil er die Verfassung untergraben und falsche Berichte veröffentlicht habe. Seine Anwälte hatten im Lauf des Prozesses ihr Mandat aus Protest niedergelegt, da ihnen eine faire Verteidigung nicht möglich schien.
Amnesty International hält Abuzar Al Amin, einen Familienvater mit drei Kindern, für einen gewaltlosen politischen Gefangenen. Er wird allein dafür in Haft gehalten, seine Meinung ausgesprochen und veröffentlicht zu haben.
Weit verbreitete Menschenrechtsverstöße durch die Regierung und bewaffnete Gruppen waren auch 2009 nach wie vor an der Tagesordnung. Der Konflikt in Darfur war zwar weniger intensiv als in den Vorjahren, setzte sich jedoch fort, wobei Verletzungen des humanitären Völkerrechts durch alle Konfliktparteien zu verzeichnen waren.
Eine ausführliche Fallbeschreibung können Sie >hier herunterladen.
Die 35-jährige Führerin der Oppositionspartei UDJ sowie ehemalige Richterin und Rechtsanwältin wurde im Kaliti-Gefängnis außerhalb von Addis Abeba inhaftiert. Ihre nächsten Verwandten durften sie besuchen, sie hatte jedoch keinen Zugang zu einem Rechtsbeistand oder medizinischer Versorgung. In ihrer nur 2 qm großen Zelle herrschte oftmals unerträgliche Hitze. Da sie sich in Einzelhaft befand, war sie in Gefahr, gefoltert oder misshandelt zu werden.
2010 wurde Birtukan Mideksa freigelassen!